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Was ich nicht sehen kann, gibt es auch nicht ! ! ! Oder doch?

Im Bauch einer schwangeren Frau unterhalten sich zwei Kinder. Der eine Zwilling fragt den anderen:
“Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“
„Ja, aber natürlich! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was danach kommen wird.“
„Ich glaube das ist Blödsinn,“ sagte der Erste. “Es kann kein Leben nach der Geburt geben. Wie bitte schön soll das denn aussehen?“
„So genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller sein als hier. Und vielleicht werden wir rumlaufen und mit dem Mund essen.“
„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen. Was für eine verrückte Idee. Was glaubst du denn, wozu es eine Nabelschnur gibt, durch die wir uns ernähren. Und wie willst du dich dort bewegen und rumlaufen? Dazu ist unsere Nabelschnur einfach viel zu kurz.“
„Doch, es geht bestimmt. Es ist alles ein bisschen anders.“
„Du spinnst. Es ist noch niemand zurückgekommen von `nach der Geburt`. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum!“
„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen.“
„Mutter?!! Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter! Wo ist die denn bitte?“
„Na, hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie.“
„Quatsch. Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“
„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören oder sogar spüren, wenn ihre Hand sanft unsere Welt streichelt. ……“

 

An wen oder was glaubt Ihr in dieser besinnlichen Zeit? Gibt es denn doch jemanden um uns herum? Wer singt für uns, wer streichelt uns, wenn wir uns einsam fühlen?

Die beiden Babys im Leib der Mutter haben nicht Unrecht, was sie sich da ausgetauscht haben. Wir müssen nicht alles sehen was uns umgibt! Es reicht, dass wir es fühlen und daran glauben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine schöne, zufriedene und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2012.

 

Thomas

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