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Was ist eigentlich Schönheit?

Über die Schönheit diskutieren die Menschen schon seit Urgedenken. Es ist ja auch kein Wunder, werden doch unterbewusst den attraktiveren Menschen auch die besseren Gene unterstellt. So einfach ist es aber nun wirklich nicht. Jede Person macht eigene Erfahrungen und auch das Geschlecht spielt bei der Beurteilung, was schön ist und was nicht, eine große Rolle. Letztlich haben auch die Medien einen ziemlich großen Einfluss auf die Wahrnehmung der Menschen. Ob dies nun gut ist, kann durchaus bezweifelt werden.

Die Bedeutung der Schönheit im sozialen Leben und der Unterschied zwischen Frauen und Männern
Man muss hier klar zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Frauen werden von Männern anhand ihrer optischen Schönheit ausgewählt. Das macht das männliche Unterbewusstsein bereits im Bruchteil einer Sekunde. Alle anderen Kriterien der Partnerwahl kommen erst danach. Je hübscher eine Frau ist, desto höher ist erst mal ihr Status. Bei Männern liegt der Fall ganz anders. Für das weibliche Unterbewusstsein spielt die Souveränität und Selbstsicherheit eine wesentlich bedeutendere Rolle als das Aussehen. Daher wird die Schönheit eines Mannes auch ganz anders gewichtet und letztendlich auch wahrgenommen. Der Status des Mannes leitet sich also nicht zwingend von seiner Schönheit ab. Es kommt auch sehr häufig vor, dass sexuell attraktive Männer optisch bei Weitem nicht so hübsch sind, wie man es vermuten würde. Ein attraktives Äußeres ist aber auch für die Herren durchaus ein Vorteil. Im Berufsleben ist dies sicherlich der Fall und auch beim anderen Geschlecht bekommt ein attraktiver Mann – wenn die genannten Bedingungen gleich sind – stets mehr Aufmerksamkeit.

Was ist für uns Menschen schön?
Schönheit ist Ansichtssache. Diese Antwort kennt jeder. Ebenfalls sehr bekannt ist die Aussage, früher wären beleibte Frauen beliebter gewesen als ihre dünnen Geschlechtsgenossinnen. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass im frühen Mittelalter Frauen als attraktiv galten, wenn sie noch alle Zähne hatten. Was Menschen als schön empfinden, hängt also in erster Linie von den Erfahrungen und der Zeit, in der sie leben, ab. Wurde ein Mensch – egal ob Frau oder Mann – in der Kindheit von einem bestimmten Typ Mann vor dem sicheren Tod gerettet, so ist es sehr wahrscheinlich, dass Männer, die so ähnlich aussehen, als attraktiv wahrgenommen werden. Solche oder andere Erfahrungen spielen unterbewusst im positiven wie im negativen Sinne eine sehr wichtige Rolle.

Die Auswirkungen der Medien auf die Beurteilung der Schönheit
Generell kann man aber davon ausgehen, dass die Menschen ihr Schönheitsideal nach den Werten ausrichten, die ihnen von den Medien vorgegeben werden. So entwickelt sich schnell eine allgemeine öffentliche Meinung, denn was alle schön finden, wird auch schnell als attraktiv empfunden. Dies ist kein Widerspruch, denn die individuellen Erfahrungen sind häufig tiefer gehender und auch entscheidend für die tatsächliche Meinung eines jeden Menschen. Viele Personen gehen aber nach der vorherrschenden Meinung und sind damit den Mechanismen der Mediengesellschaft ausgesetzt. Ein interessanter Aspekt hierbei sind die eklatanten Zunahmen von Schönheitsoperationen, wie zum Beispiel der Lipödem-Operation oder der Glättung der Gesichtsfalten.

Im Zeitalter des Internets kommt noch ein ganz anderer Bereich ins Spiel, der die Beurteilung der Schönheit teilweise deutlich beeinflusst. Die Pornoindustrie hat einen bleibenden Eindruck in den Köpfen der – zumeist männlichen – Zuschauer hinterlassen. Mehr als alle anderen Medien sind es die Pornofilme der heutigen Zeit, die ein bestimmtes Schönheitsbild vorgeben, welches auch vielfach angenommen wird.

Verstehen wir Schönheit also falsch?
Solch eine These kann man nicht mit Ja oder Nein beantworten, denn dafür gibt es – wie bereits erwähnt – viel zu viele Faktoren, die die Bewertung beeinflussen können. Die persönlichen Erfahrungen sind sehr bedeutend und wichtig, aber auch sie können Fehlinterpretationen hinterlassen. Es gab schon viele Menschen, die ihren potenziell idealen Lebenspartner nicht beachtet haben, weil er oder sie gewissen Kriterien wie Haarfarbe oder Konfektionsgröße nicht entsprochen haben. Es gibt in dieser Frage einfach kein „Richtig“ oder „Falsch“. Menschen haben Menschen schon immer mit ihrer Erscheinung beeinflusst und manipuliert. Das wird auch immer so bleiben. Starke Menschen werden meistens auch ihre eigenen Beurteilungen fällen, während schwächere Personen eher auf das Urteil anderer Leute achten, wodurch sie natürlich besonders empfänglich für den Einfluss der Medien sind. Letztlich ist Schönheit auch vergänglich. Damit ist nicht unbedingt der Alterungsprozess gemeint. Stimmen die inneren Werte eines Menschen nicht, so wird er – optische Attraktivität hin oder her – schnell als unattraktiv wahrgenommen.

Was ist hässlich? Gibt es hässlich eigentlich?
Was für die Schönheit gilt, kann auch für das Gegenteil gesagt werden. Eine eindeutige Aussage Pro oder Kontra kann es nicht geben. Auch wenn ein Mensch noch so hässlich erscheint, so hat jede Frau und jeder Mann stets auch etwas Hübsches an sich. Wird dieses Detail der betrachtenden Person nicht offenbart, so kann es schon dem Nächsten auffallen. Auf der anderen Seite spielen natürlich Punkte wie Körperhygiene, saubere Kleidung und manierliches Verhalten eine wichtige Rolle, wenn es um die Wahrnehmung durch andere Menschen geht. So gelten Obdachlose selten als attraktiv. Kommt aber einer von ihnen da heraus und kann sich wieder gut anziehen und pflegen, wird – gutes Benehmen vorausgesetzt – seine Erscheinung automatisch wieder attraktiver wahrgenommen.

 

Thomas

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